wie die Cholera und die Pest.
Zitat von Robert Koch, 1910.
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BI GEGENLÄRM Schkeuditz - Über uns
Für unsere Gesundheit: gegen Lärm und Gestank!
Unsere Bürgerinitiative trägt den Namen „GEGENLÄRM Schkeuditz”, denn wir sind gegen Lärm und wir machen dazu Gegenlärm.

Seither gibt es in diesem Kreis regelmäßige Gespräche mit uns über Lärmschutz und Schutz vor Kerosingestank. Wir haben Stadtratsbeschlüsse und die Aufstellung von Messcontainern initiiert und der Stadtverwaltung eine Agenda über unmittelbar drängende Lärmschutzmaßnahmen vorgelegt, die – laufend ergänzt und konkretisiert - zum Gegenstand der Gespräche geworden ist.
Was können wir tun?
Das Wichtigste vorweg: Zu unseren Treffen kommen in der Spitze etwa 30 bis 50 Mitstreiter. Wir brauchen aber für größeren Nachdruck noch weit mehr Kämpfer – aus dem Kreis der am meisten Betroffenen.

Wir tragen unsere Anliegen laufend auf Stadtratssitzungen, über Leserbriefe in der LVZ und notfalls auch über Dienstaufsichtsbeschwerden vor. Das funktioniert – aber auch hier ist größere Beteiligung und damit eine größere Breite der Anfrager und Briefeschreiber wünschenswert.
Wir bringen Anliegen betroffener Bürger dem Oberbürgermeister und dem Beauftragten des Flughafens nahe und drängen auf schnelle Erledigung. Das werden wir weiterführen. Und wir veranstalten – zusammen mit der IG Nachtflugverbot und dem Netzwerk von inzwischen über 25 Bürgerinitiativen – große Demos in Schkeuditz. Zur Demo im Juni 2011 kamen über 500 Teilnehmer. Das ist gut und ein Erfolg, doch brauchten wir für größeren Nachdruck zur Demo 2012 möglichst die doppelte Anzahl von Kämpfern.
Und noch etwas ungemein Wichtiges:

Wir sind keine Flughafengegner! Aber wir fordern nicht nur mehr Gehör (das haben wir schon), sondern echte praktische Maßnahmen für mehr Schutz vor Lärm und Gestank. Unser Oberbürgermeister Enke und der Flughafen-Geschäftsführer Näther haben 2010 selber betont, dass der Gesamtlärm für große Teile von Schkeuditz unerträglich ist. Für Abhilfe allerdings haben sie bisher nicht gesorgt. Es ist unsere Aufgabe als Bürgerinitiative GEGENLÄRM, hier mit Nachdruck auf beide einzuwirken, damit die betroffenen Schkeuditzer deutlich entlastet werden.
Jeder Schkeuditzer, jede Schkeuditzerin kann in unserer Bürgerinitiative nach Zeit und Bedarf aktiv werden. Wir führen keine Mitgliederlisten und treffen alle wichtigen Entscheidungen basisdemokratisch, d.h. durch die jeweils Anwesenden.
Wer stets gut informiert sein will, kann uns Adresse, E-Mail-Adresse und Telefonnummer hinterlassen.
Agenda 2012 der Bürgerinitiative "GEGENLÄRM" für die Beratung mit OB, Fraktionsvorsitzenden und Flughafen Leipzig/Halle
1. Nachhaltiges Eintreten für die beschleunigte Aussonderung extrem lauter Flugzeuge (AN 26, AN 12, AN 124, MD11 u.a.) bis spätestens Ende 2012!. Dazu sind Verhandlungen mit Vertretern von DHL nötig.
2. Bis zur Aussonderung: Starts und Landungen der extrem lauten Flugzeuge prinzipiell nur bis 22.00 Uhr und ab 06.00 Uhr. Ebenfalls Verhandlungen mit DHL.
3. Gleichmäßige Nutzung beider Start- und Landebahnen, wie das von der Betriebserlaubnis (S. 14, Pkt. 5.6) gefordert wird. Der dort befindliche Nebensatz "soweit flugsicherheitlich vertretbar" kann u.E. nicht als fast generelle Nichtnutzung der Nordbahn durch DHL ausgelegt werden. Dazu sind Verhandlungen mit DHL und der Flugsicherung nötig. Die Fluglärmkommission kann sich ja offensichtlich nicht zu einem Beschluss durchringen.
4. Rollwege so legen, daß der Bodenlärm reduziert wird. Verhandlungen mit DHL.
5. Einsatz von Schalldämpfern und anderen aktiven Maßnahmen direkt an besonders lauten Flugzeugen, wie vom Fraport berichtet. Studie dazu des DLR-Institutes für Antriebstechnik: "Strategien zur Lärmminderung an der Quelle unter Einschluss operationeller Möglichkeiten, speziell für den Nachtflug"
6. Nochmalige Prüfung, ob Schutzwände bzw. Schutzeinrichtungen nahe der Lärmquelle errichtet werden können (Schutz vor Bodenlärm). Keine 20-Meter-Wand. Warum wurde das Containerlager nicht auch als Lärmschutz direkt an das Warehouse angebaut?
7. Zu jeder Flughafen-Erweiterung (Stellflächen usw.) wird der Flughafen aufgefordert, den Schkeuditzer Stadträten Bericht über damit verbundene Schallschutzprobleme und -maßnahmen zu erstatten - und zwar im öffentlichen Teil von Stadtratssitzungen. Keine übereilten Stadtratsbeschlüsse zu Investitionsvorhaben des Flughafens ohne Prüfung vorgesehener Schallschutzmaßnahmen. (Erfahrung aus dem Umgang von Stadtverwaltung und Stadträten mit M07, also den im Plan vermerkten 48 neuen Stellplätzen).
9. Einhaltung der Betriebsverordnung hinsichtlich der Triebwerksprobeläufe: nicht 80, sondern 100 Prozent der Triebwerksprobeläufe in der dafür vorgesehenen Halle (S. 8, Pkt. 3.2.6).
10. Ermittlung der Konsequenzen für Schkeuditzer Bürger aus der neuen Minister-Verordnung über die stark reduzierten Lärmschutzzonen.
11. Prüfung alternativer Routen, um den Überflug über das extrem belastete Radefeld zu vermeiden oder mindestens zu minimieren.
12. Zu den "militärisch bedingten" Flügen: Information über Stand und Perspektiven. Die grundsätzliche Haltung der BI: Militärische Flüge, wenn auch mit privaten Fluglinien, sind über die bestehenden Militärflughäfen abzuwickeln.
13. Festlegung von Aufgaben für die Schkeuditzer Vertreter in der Fluglärmkommission.
14. Prüfung der Umsetzungsmöglichkeit verschiedener moderner Anflugverfahren (CDA etc.) wie an anderen großen deutschen Flughäfen